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13.10.2012 12:24

Veröffentlichung: Psalm 93 - Der Herr ist König

Von: Roland Biener

Der Herr ist König - Kantate nach Psalm 93

Roland-Biener-Edition 2


Psalm 93 (Textfassung nach M. Mendelsohn)
Der Herr ist König


Kantate für Sopran-Solo, Chor SATB und Orgel
Beschreibung: Einfache bis mittelschwere Kantate über den Psalm 93, auch für kleinere Chöre realisierbar.

 

Gemäßigt moderne Tonsprache

Komponist: Roland Biener
Verlag: PH-Musics
1. Auflage Mai 2008, Ausgabe als Partitur

»Musica Sacra. Heft 4/2009, S. 262–263 Canticum novum


Roland Biener (geb. 1967) / Der Herr ist König. Kantate nach Psalm 93 (Textfassung nach M. Mendelssohn) / Sopransolo,
vierstimmig gemischter Chor (SATB), Orgel / PH-Musics (Roland-Biener-Edition 2) / 9,50 Euro (Partitur) / ca. 8 Minuten.

Kompositionsjahr 2004

Uraufführung/Interpret/Instrument bzw. Chor: Am 23. November 2008 im Live-Rundfunkgottesdienst (Deutschlandfunk) aus der Basilika St. Lorenz, Kempten / Elisabeh Jehle (Sopran), Andrea Kumpe (Orgel), Chor der Basilika St. Lorenz, Leitung: Marius Schwemmer

Stilrichtung/Prinzip:

Dieses Werk des Kompositionsschülers von Ernst Kerstner (Ulm) und Gerhard Rosenfeld (Potsdam) weist eine gemäßigte moderne Tonsprache auf festem tonalen Boden auf. Dissonanzen entstehen durch Tonschritte bei langsamem harmonischem Rhythmus, was zuweilen an die opaken Klangflächen von Arvo Pärts Musik erinnert.

Notation: traditionell

 

Form/Struktur/Charakter:

Nach der Tradition von Kantaten gliedern fünf Abschnitte den zu Grunde liegenden Psalmtext 93. Diese weisen als „Coro“, „Aria“ bzw. „Rezitativ und Aria“ ebenfalls bekannte Formen auf. Die Chöre umrahmen die solistischen Abschnitte und bilden den Mittelpunkt des Werkes. Auffällig ist die Umsetzung der bildhaften Sprache in die Musik (z.B. die Wasserströme [Nr. IV] oder die Unerschütterlichkeit des Thrones [Nr. III] bzw. die Ewigkeit [Nr. III und V].

Spieltechnische/Interpretatorische Anforderungen:

Die Komposition ist bewusst so angelegt, dass sie von Laienchören bewältigt werden kann. Durch die homophone Satzweise und das schrittweise Erreichen von Dissonanzen ist die Klangsprache probentechnisch und intonatorisch leicht zu erarbeiten und trägt zur Musikzierfreude des Stückes bei.
Der Solopart erweist sich für einen Sopran eher mittellagig bis tief, worauf v.a. bei offensichtlichen Forte-Stellen bezüglich der dynamischen Abstimmung mit der Orgel Rücksicht genommen werden muss. Der technische Anspruch ist so gewählt, dass er auch von einer semiprofessionellen Solistin sehr gut bewältigt werden kann. Eine erwähnenswerte melodiös gearbeitete Linie entwickelt sich stets bei den „erhabner“-Stellen im Ariateil der Nr. IV. Der Orgelpart ist spieltechnisch anspruchsvoll. Notiert in zwei Notenzeilen lädt er zu einer Umsetzung auf das jeweilige Instrument ein – von der Manualverteilung bis hin zu einer Beteiligung des Pedals. Registriervorschläge finden sich jedoch nicht, auch nicht als Dynamikangaben. Auf jeden Fall müssen die bisweilen zu schnell vorgegebenen Tempoangaben an Raum und Orgel angepasst werden.

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